Solovev Seminar: Systema Seminar auf russische Art

Solovev Seminar: Systema Seminar auf russische Art

Auf Empfehlung des Meisters der russischen Kampfkünste, Alexander Solovev, flog eine ausgewählte Gruppe von MARS Training in die Republik Altai nach Russland.

Nach einer zwei-monatigen Planungsphase ging es los. Der Flug von Wien nach Moskau verlief gut. Die Anreise ins Altaigebirge würde länger dauern. Im Flieger nutzten wir daher die Gelegenheit für einen kurzen Mitternachtsschlaf.

Die fünf-stündige Wartezeit für den Anschlussflug von Moskau nach Barnaul dagegen zog sich in die Länge. Wir warteten geduldig vor dem Gate Richtung Barnaul, eine Stadt mit rund 700.000 Einwohner. Der Flieger war bis auf den letzten Platz belegt.

Nach vier Stunden Flugzeit landeten wir auf dem Flughafen in Barnaul. Von der Landebahn gingen wir zu Fuß in die Ankunftshalle. Vorbei an einem Feuerwehrwagen und einem russischen Hubschrauber. Die Halle war ein etwas größerer Raum mit einem Förderband für das Gepäck. Sehr sympathisch.

Mit unserem Gepäck gingen wir zum Ausgang und wurden von Evgeny erwartet. Wir begrüßten einander und fuhren los. Laut Google-Maps dauert die Reise zum Zielpunkt Elanda 4,5 Stunden. Schlussendlich waren es gute acht.

Von Barnaul durch die Region Altai in die Republik Altai. Je länger wir fuhren, desto dunkler und steiler wurde es. Nach Eintritt der Dunkelheit war nicht mehr viel zu erkennen. Tief in der Nacht erreichten wir das Ziel. Nach einer fast 22-stündigen Anreise bezogen wir müde unser Quartier.

Am nächsten Tag erwartete uns eine Überraschung. Rund um unser Trainingscamp gab es jede Menge Berge. Auf einer Seite ein großer Fluss mit teils starker Strömung. Über uns flogen tagsüber Adler und Falken. Natur pur. Ein starkes Energiezentrum dieser Erde mit einzigartigen Kraftorten. Ein Outdoor Training ganz nach unserem Geschmack.

Wir begrüßten den Meister und die 20 Teilnehmer. Um 10 Uhr ging es dann mit der ersten Trainingseinheit los. Wir machten kein Warmup. Während der Trainingszeit wird von der ersten Minute an mit dem Partner trainiert. Das Warm-up macht man am Besten davor. Die pädagogische Qualität und Intensität des Trainings waren hoch.

Täglich gab es zwei Einheiten je zwei Stunden mit einer vierstündigen Mittagspause.

Nach den ersten zwei Einheiten am ersten Tag war klar: Die Dauer des Unterrichts und die lange Mittagspause waren perfekt für zehn Tage voller Training. Die physischen und psychischen Anforderungen waren hoch. Der militärische Background von Alexander Solovev war deutlich spürbar.

Seine Unterrichts-Methodik holt jeden Schüler aus seiner Komfortzone. Nur so ist Fortschritt möglich. Jeder Teilnehmer wird, angepasst an den individuellen Entwicklungsstand, gefördert.

Das ersten zwei Tage des Seminars waren wir mit Prinzipien zum Thema Masse, Balance, Entspannung, Körperhaltung, Schrittarbeit, Atmung und Rollen beschäftigt.

Halbtagesweise kamen Elemente der Bodenarbeit, Vektoren, Fallschule, Atemschule, Kicks & Strikes, Hebel/Würgeangriffe, Messer und die Pistole hinzu.

Immer wieder gab es Beispiele, wie man mit totaler Entspannung zum Ziel kommt.

Solovev forderte die Teilnehmer immer wieder auf, Fragen zu einzelnen Übungen zu stellen. Nach dem offiziellen Unterricht trainierten die Fanatiker der Gruppe oft noch weiter, um so möglichst viel Praxis zu erlangen.

Positiv überrascht waren wir im Allgemeinen von der russischen Küche. Täglich russische Suppen wie Rassolnik (eine leicht säuerliche Fleisch- oder Fischsuppe), Schtschi (Kohlsuppe), Okroschka, (eine erfrischende kalte Suppe aus Sahne und Kwas). Kwas ist ein in Russland beliebter Brottrunk. Es gibt aber auch Beispiele mit Birne, Beeren, oder anderen Früchten.) Danach ein Hauptgericht mit viel Gemüse, Getreide, Kraut und Salat. Dazu eine kleine Fisch- oder Fleischspeise. Eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung die uns bei unserer Arbeit unterstützte.

Die zehn Tage vergingen trotz aller körperlicher und geistiger Herausforderungen recht schnell. Zum Schluss des Seminars war der Weg klar. Durch Entspannung, Arbeiten mit der Masse und der richtigen Schrittarbeit war es möglich auch mit körperlich überlegeneren Menschen erfolgreich „umzugehen“.

„Relax, Relax, Relax“. Das Solovev Defense System ist eine interessante und effektive Schule der Selbstverteidigung auf allerhöchstem Niveau. Wir bedanken uns bei Alexander Solovev, den Seminarteilnehmern und der Region Altai für die ausgezeichnete Gastfreundschaft.

Interessiert?

Im Februar 2020 gibt es ein Solovev Seminar mit MARS Training. Details folgen.
Wenn du nichts verpassen willst, dann lass dich gleich vormerken und schreib uns ein Mail an ask@mars.training.